Canadian American Challange Cup   Hockenheim  20.4.2018

Von 1966 bis 1974 degradierte die damals spektakulärste Rennserie der Welt die Formel 1 zu einem Spiel der Langweiler, denn beim CANADIAN-AMERICAN Challenge Cup war alles möglich und vor allem alles erlaubt: Es gab keine Grenzen. Die CanAm-Boliden hatten hinsichtlich Power, Speed und Attraktivität keine Rivalen. In neun Jahren liefen 71 Rennen.

Das Reglement, das sich an die zweisitzigen Rennwagen der Gruppe 7 der FIA anlehnte, war für den Champion von 1972, Georg Follmer, „nur drei Seiten dünn, erlaubt war alles“. Die Gruppe 7 der FIA bedeutete: kein Hubraumlimit, aber dafür gerne mit Turbolader oder Kompressor. Andere technische Restriktionen bestanden de facto nicht. Die Autos brauchten theoretisch zwei Sitze, eine Karosserie, welche die Räder umschloss und einen Überrollbügel. Damit waren die Autos zugelassen und kamen dem Traum vieler Rennwagenkonstrukteure „Alles ist möglich“ sehr nahe.


Es kam bis zum Ende der Saison 1974 zu außergewöhnlichen Entwürfen mit weit über 1.000 PS, Flügeln und aktivem Groundeffekt, bis hin zu total verrückten Fahrzeugen, wie die geschrumpften UOP Shadow. Die knallbunten Boliden waren meist Einzelstücke oder in sehr geringer Stückzahl konstruiert. Sie dominierten das Motorsportbild der 60er- und 70er-Jahre.

Heute wird der CANADIAN-AMERICAN Challenge Cup von Peter Schleifer aus Deutschland organisiert und zielt wieder auf die originalen CanAm und Interserie Autos von 1966 bis 1974. Das Ziel ist, diesen hoch aufregenden Teil der Rennsportgeschichte wiederzubeleben. Die Autos sollten in der CanAm oder Interserie zwischen 1966 und 1974 gefahren sein bzw. müssen identische Repliken sein.


 

 

Lola T70 MK2 Coupe   Bj 1966

 

#7  Mike Fenzl

Lola T70 MK 3b Coupe    Bj 1969     #17 Rainer Ott

 

 

Lola  T70 Mk 2 Spyder Bj 1966

 

#77 Toni Seiler

Lola T212 Coupe    Bj 1971     #58 B. Langewiesche

 

 

Lola T294      Bj 1974    

 

#22 Felix Haas

Impressionen